Sparkasse Werra-Meißner Weißenborn
D-37299 Weißenborn
Bankleitzahl (BLZ): 522 500 30
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Investmentfond
Risiken eines geschlossenen Fonds
Staatliche Kontrolle
Der Markt der geschlossenen Fonds unterliegt, außer der Prospekthaftung, keiner staatlichen Kontrolle. Als Kontrollinstrument hat sich der Prospektierungsstandard gemäß des Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW), bei geschlossenen Fonds IDW ES4, durchgesetzt.
Nachschusspflicht
Mangelnder wirtschaftlicher Erfolg kann, je nach Rechtsform des Fonds, zu einer Nachschusspflicht führen. Dies gilt vor allem für die GbR-Fonds. Bei KG-Fonds, in denen sich der Anleger als Kommanditist beteiligt, haftet er nur mit seiner Einlage. Hier kann jedoch die Haftung für erhaltene, aber durch den Fonds nicht verdiente Ausschüttungen, zum Beispiel durch Mietgarantien, wiederaufleben (§172 HGB). Ein GbR-Gesellschafter ist Vollhafter, der im Zweifelsfall mit seinem gesamten Vermögen haftbar gemacht werden kann.
Verkauf von Anteilen
Ein Verkauf von Anteilen ist vor der Auflösung des Fonds nur möglich, wenn man selbst einen Käufer hierfür findet. Der Preis orientiert sich, wie immer an Angebot und Nachfrage. Bisher hat sich kein funktionierender Zweitmarkt für diese Anteile gebildet, auch wenn es Versuche dazu wie www.zweitmarkt.de gibt. Insbesondere der unterlegte Gesellschaftsvertrag sieht häufig ein Mitbestimmungsrecht des Initators vor, so daß Übertragungen zwischen zwei Vertragsparteien möglicherweise nur unter dem Vorbehalt der Zustimmung des Fondsmanagements geschlossen werden können. Die Zustimmung kann zwar meist nur aus 'wichtigem Grund' versagt werden, dennoch steht die Übertragung der Beteiligung unter Vorbehalt. Interessanterweise kann ein 'wichtiger Grund' z.B. auch ein zu niedriger Preis sein, denn dieser hätte Einfluß auf die Bewertung der Beteiligung aller anderen Gesellschafter.
Kreditfinanzierung
Vielfach werden geschlossene Fonds über ihre interne Finanzierung hinaus auch auf Zeichnerebene mit einem Kredit finanziert. Mögliche steuerliche Vorteile werden so gegebenenfalls vergrößert.
Interessenkonflikte der Intiatoren
Ungeachtet des schon seit 1998 in Kraft getretenen Verkaufprospektgesetzes und der ausführenden Verkaufprospektverordnung kontrolliert das Bundesaufsichtsamt für Finanzdienstleistungen (BaFin) lediglich die formelle Vollständigkeit der Angaben, nicht jedoch deren Wahrheitsgehalt. Interessenkonflikte werden daher selten offenbart.
Die Gründungskommanditisten und Initiatoren vereinbaren oft, zu den nicht unerheblichen Weichkosten von (teilweise über 25%) , Verträge mit eigenen Gesellschaften zu entsprechend vorteilhaften Konditionen. Diese Vorgehensweise fällt oftmals nicht auf, weil Beteiligungen an geschlossenen Fonds überwiegend treuhänderisch vermittelt werden und der Treuhänder nicht selten von den Initiatoren und/oder den Gründungsgesellschaften bestimmt wird.
Mangelnde persönliche Eignung der Geschäftsführung
Der Anleger sollte sich im Klaren darüber sein, dass er der Geschäftsführung des Fonds sein Geld über eine lange Laufzeit anvertraut. Hat die Geschäftsführung sollte daher die notwendige Qualifikation und Erfahrung mitbringen, um Verluste zu vermeiden.
Verlust der steuerlichen Vorteile
Unterstellt das Finanzamt dem Fonds fehlende Gewinnerzielungsabsicht, gehen die erhaltenen Steuervorteile nachträglich verloren. Verluste aus Fonds, denen der Steuerpflichtige nach dem 10. November 2005 beigetreten ist oder für die nach dem 10. November 2005 mit dem Außenvertrieb begonnen wurde, dürfen weder mit Einkünften aus Gewerbebetrieb noch mit Einkünften aus anderen Einkunftsarten ausgeglichen werden (§ 15b EStG).
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Goldene_Bankregel
Sonderformen: Leasing, Factoring, forderungsbesichertes Wertpapier
siehe auch: Leasing
Factoring ist grundsätzlich eine Form des Outsourcing. Dabei werden die Forderungen eines Unternehmens oder ein Ausschnitt daraus an die Factoring-Gesellschaft verkauft und im Gegenzug erhält man die sofortige Zahlung des Kaufpreises. Meist werden 90 % bevorschusst. Die restlichen 10 % werden ausbezahlt, wenn der Debitor die Rechnung begleicht oder zahlungsunfähig wird. Beim Factoring handelt es sich um einen „true sale“, dass heißt, die Factoring-Gesellschaft wird Eigentümerin der Forderung und hat damit auch das Ausfallrisiko.
Unterschieden werden a) das „Inhouse-Verfahren“ (das Debitorenmanagement wird vom Forderungsverkäufer selbst weitergeführt) und (b) das „Full-Service-Verfahren“ (das Forderungsmanagement wird vom Factor übernommen).
Weiterhin gibt es das (a) „stille Verfahren“ (der Forderungsverkauf wird gegenüber den Debitoren nicht offen gelegt; immer nur im Zusammenhang mit dem Inhouse-Verfahren und nur bei guten Bonitäten) und das (b) „offene Verfahren“ (der Forderungsverkauf wird den Kunden angezeigt). Ein Sonderfall ist das Fälligkeitsfactoring, dass die Forderungen zu 100 % gegen Ausfälle absichert, aber keine Finanzierungsfunktion hat.
Vorteile des Factoring sind:
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Handelssystem
Trendfolger
Trendfolge-Handelsansätze versuchen, gewinnbringend in bereits erkennbare Kurstrends einzusteigen, indem sie bei steigenden Kursen kaufen und bei fallenden Kursen – wenn es das Anlageinstrument zulässt – leer verkaufen (short gehen). Sie steigen wieder aus, sobald der Trend "bricht". Weil es naturgemäß unmöglich ist, einen Trend zu erkennen, bevor er sich ausgebildet hat, nennt man Trendfolger oft auch "Trittbrettfahrer". Sie nehmen es in Kauf, nicht die gesamte Bewegung – also etwa vom tiefsten Tief eines Kurses bis zu seinem höchsten Hoch – mitzumachen, sondern immer nur einen Teil davon. Trendfolge hat also nichts mit Techniken zu tun, die auf der versuchten Antizipation (dem Vorausahnen) von Trends beruhen.
Trendfolge-Systeme wurden in der Managed Futures Szene durch erfolgreiche Trader wie Richard Dennis oder William Eckhardt bekannt. Durch die spektakuläre Geschichte eines Experiments in den frühen 1980er Jahren erlangte das Turtletrader-System weltweite Bekanntheit. Es wurde 1993 erstmals vollständig offengelegt und publiziert (siehe Weblinks).
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Zinssatz
Kalkulationszinsfuß
Der Kalkulationszinsfuß oder Kalkulationszinssatz (engl. hurdle rate oder required rate of return) wird in der Investitionsrechnung bei Discounted Cash-Flow Analysen verwendet. Er bezeichnet die subjektive Mindestverzinsungsforderung eines Anlegers an seine Investition und bestimmt, wie stark weiter in der Zukunft liegende Zahlungen auf ihren Barwert abgewertet werden. Der Kalkulationszinsfuß wird ermittelt indem die Kapitalkosten oder gewichteten Kapitalkosten um eine Risikoprämie erhöht (Investition) oder vermindert (Kreditvergabe) werden.
Unter Berücksichtigung des Zeitwert des Geldes wird deutlich, dass die Forderung nach einer hohen Rendite gleichbedeutend mit der Forderung nach riskanteren und kurzfristigeren Investitionen ist, da gegenwartsnahe Zahlungen relativ stärker bewertet werden als spätere.
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Fremdkapital
Das Fremdkapital stellt einen Teil der Bilanz eines Unternehmens dar und wird auf der Seite der Passiva aufgeführt, stellt also einen Teil der Mittel dar, mit denen das Unternehmensvermögen finanziert wurde.
Das Fremdkapital stellt den Teil der Mittel dar, der nicht vom Unternehmen oder dessen Inhabern zur Verfügung gestellt wird. Dazu zählen unter anderem Darlehen von Banken und Obligationen.
Hinzu kommen Rückstellungen, die für voraussehbare später zu leistende Zahlungen getätigt werden, zu denen das Unternehmen verpflichtet ist, beispielsweise Steuerzahlungen und Sozialleistungen für das abgelaufene Geschäftsjahr.
Schließlich kann ein Bereich unternehmensnahen Fremdkapitals unterschieden werden. Hierzu zählen Darlehen von Stakeholdern des Unternehmens, beispielsweise Aktionären oder Mitarbeitern.
Im Zusammenhang mit einer Immobilienfinanzierung wird Fremdkapital als Differenz zwischen den zu finanzierenden Gesamtkosten z.B. für den Bau oder Erwerb einer Immobilie und dem vorhandenen Eigenkapital bezeichnet. Es ist die Summe aller bei Kreditinstituten und sonstigen Kreditgebern (z.B. Arbeitgeber, öffentliche Hand, Privatpersonen) aufgenommenen Darlehen zur Finanzierung eines Bauvorhabens und wird im Finanzierungsplan dokumentiert.
Im Rahmen der Optionspreistheorie kann Fremdkapital auch als Short Put gesehen werden. Solange das Unternehmen insolvent ist, also bis zu einem bestimmten Rückzahlungsanspruch, erhalten Fremdkapitalgeber lediglich den Restwert des Unternehmens. Ab dem Punkt, an dem alle Rückzahlungsansprüche getilgt werden können, erhalten die Eigenkapitalgeber die weiteren Erlöse aus Cashflows. Dies äußert sich in einer horizontal verlaufenden Kurve des Fremdkapitalanspruchs. Die Formel lautet für das Fremdkapital:
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